Leben einer Startup-Mama

Leben einer Startup-Mama

Am letzten Wochenende war ich in Hamburg und habe neben der coolen Kooperationsideen  Freundschaftszeit gepflegt und mal wieder gemerkt, wie ich solche Momente aufsauge. Geht es euch da auch so? Als Mama ist man halt überwiegend im Mama-Modus. Keine Frage, ich treffe mich auch mit Freunden, .. aber halt auch meistens mit Kindern – und jeder weiß, dass die Zeit dann schon noch andere Emotionen und Aufsaugt-Möglichkeiten bietet, als wenn man mit der Liebsten durch Hamburg-Ottensen bummelt, während die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und man (achso ja :D) einen Kinderwagen schiebt. Es war also doch ein Kind dabei, aber halt kein Kind in dem Alter, wo sie streitend zu dir gelaufen kommen oder ein wundes Knie verarztet haben wollen 😉

Und auwei ist das schön, einen so kleines, umkompliziertes, einfach nur nach Liebe und Nähe suchendes Menschlein auf dem Arm zu haben_mit den Erfahrungen einer Zweifachmama, die schon aus dem Gröbsten raus ist fühlt es sich für den Moment sogar noch ! einfacher und schöner an. Nein, wir bekommen definitiv kein 3. Kind, auch wenn der Trend grade dorthin geht – wenn dann hätte ich immer lieber 4 Kinder gehabt, weil ich selbst aus einer 3er Geschwister-Kombi komme. ABER auch das wird nicht passieren. “Ich bin ja nicht Geduldsfaden-Selbstmordgefährdet” sage ich immer 😀 Es tut mir leid, falls sich das für Manche zu hart anhört, bei Fragen dazu, kann ich euch das gerne genauer erklären 😉 …

Naja, was ich eigentlich sagen wollte ist, dass ich mich schon frage, was anders gewesen wäre, wenn wir unsere Kinder später bekommen hätten oder wie ich manche Sachen anders machen würde, als ich sie halt nun aber gemacht habe- und erstaunlicher Weise sind da gar nicht so viele Änderungen bei rumgekommen , außer einer Komponente in Punkto Erziehung/Beziehung und vor allem : ich hätte mir damals definitiv das Lastenfahhrrad und den faltbaren Bollerwagen  kaufen sollen 😀

Und als ich Sonntag im Sonnenuntergang dann so nach Hause fuhr und Fettes Brot bei meinem liebsten, Lachtränen in die Augen bringenden  “was wollen wissen” über Chaosqueens und ihre Eskapaden sprachen und sagten, dass solche Menschen ein Buch schreiben sollten oder ihr Leben verfilmen sollten, dachte ich nur : Und ich schreibe halt meinen Blog — wenn ich dazu komme. Das ist zwar nicht Hollywoodreif und auch nicht oskarverdächtig, aber er lässt euch teilhaben und mich nicht vergessen, dass ich solche Geschichten wie die Folgende unbedingt in mein Remember-Me bringen muss…

Denn es passierte eine Geschichte vom Leben und Lernen, die ich mir an die Stirn tackern sollte:

Ich habe mich für ein Geschäftsessen in Pumps geschmissen-ich, die die sonst echt mit ihren Barfüßen oder maximal mit ihren Vans verheiratet ist. Und so passierte es natürlich selbstredend, dass meine Füße nach 2 Stunden Hamburg-Marsch ähnlich rote Punkte hatten, wie das Sams. Als wir also auf dem Rückweg waren zog ich diese wunderschönen, fürs Schaufenster gedachten Schuhe also aus und lief barfuß durch ein Viertel, in dem man eigentlich nicht barfuß laufen sollte. Und kurz vor meinem Ziel, meinem heißgeliebten Auto, froren mir die Füße jedoch so arg ein, dass ich die Pumps nochmal anzog -waren ja nur noch hundert Meter, ich hatte ja zuvor schon 2 Std auf den Dingern geschafft, da würde das den Bock auch nicht mehr fett machen.

und DOCH es machte ihn fett, denn ich flog in voller Eleganz einen Meter vor meinem Auto hin- rappelte mich auf und war glücklich, dass mich niemand gesehen hat 😀

Kinners, das ist so richtig Sarah! Und wisst ihr, was noch Sarah ist?! Dass ich nur 5 Tage später, nämlich gestern, barfuß durch die Gegend laufend, sonnentankend und vollkommen erschöpft, weil mein Tag so lang war um 20 Uhr im Bett lag und glücklich über mein Leben war.

Müde, und halt nicht zum StartUp-Event aufgebrochen, aber glücklich.

..Und wenn ich mir dann so wie heute Gedanken darüber mache, dass ich mir so so so sehr wünsche, dass Remember-Me eine tolle Zukunft hat und ich mein Leben lang glücklich selbstständig sein möchte und anderen Mamas einen Arbeitsplatz bieten möchte und hoffe, dass ich dieses Ziel auch irgendwann erreiche,.. genau dann sage ich mir, dass es schon alles richtig und gut sein wird… so mit 2 und nicht 4 Kindern, barfuß und nicht mit Pumps, mit einem mit Liebe gefüllten Unternehmen und keiner Kalten-Profit-Kette….

Ich mag mein Leben, und das sollte einen dankbar genug machen ♥

Die Sarah