Tandem – oder im Team ist alles besser . Auszüge aus meinem Gründertagebuch

Tandem – oder im Team ist alles besser . Auszüge aus meinem Gründertagebuch

Achtung, es wird lang .

Mach Dir doch einfach nen Kaffe, setz Dich in die Sonne und nimm Dir dann nochmal dein Handy in die Hand, um meinen folgenden Blogbeitrag zu lesen. <3

 

Ach Mädels, ja… es ist ruhig hier. Und ja, es hat sich viel in den letzten Monaten verändert. Und ja, es gibt Leute, die das eher peripher interessieren würde. Aber mich eben nicht. Und somit hat es auch etwas gedauert, bis ich den Zirkus hier verstanden habe . Und es hat auch etwas gedauert, bis ich dies in mein Gründertagebuch eintragen konnte.

Wisst ihr, meine Vision, die ich für Dein Remember-Me habe ist toll und groß und wirklich, WIRKLICH  zu 100 % etwas, was ich mir wünsche und wofür ich brenne.

Ich weiß, dass die dutzenden Stunden auf dem Sofa , im Flur, zwischen Drucker , Kartons und Pizza nicht umsonst waren, weil daraus etwas wirklich Tolles entstanden ist.

Und ja, ich weiß auch, dass alle großen Gründer davon berichten, dass gründen nicht von alleine passiert und dass es anstrengend ist und man nur weiterkommt, indem man ein Start- Fail – Repeat aushalten kann. Oder zwei. Oder drei.

Ja, das weiß ich alles.

In meinem Kopf.

Aber ich bin ja nicht nur mit dem Kopf geboren. Nein, mir hat man auch noch meinen Bauch mitgegeben. Das Zentrum meines inneren Seins. Mein Gefühl.

Bevor ich jetzt aber groß anfange über Gefühle zu säuseln , erzähle ich Euch erstmal, was sich hier denn nun so verändert hat.

Im letzten Jahr waren einige Album-Annas unterwegs. Ich hatte eine Mitarbeiterin und zusammen haben wir in Büro und Lager gerockt. Beim Lagerfüllen haben Freunde geholfen. Kinners, es war mir eine Freude! So soll es sein, so kann es bleiben.

Denkste.

Die Album-Annas mussten erstmal pausieren, der Einstieg in den Handel hat einfach all meine Kapazitäten gefordert und ich konnte sie nicht so betreuen, wie ich es hätte machen wollen und wie sie es verdient hätten.

Es ging weiter mit unternehmerischen Kopfentscheidungen. Say yes zum Handel und bekomm´die Klatsche, wenn du erfährst, dass das Ganze auch finanziell seine Tribute fordert. So far: Betriebskosten senken. Raus aus dem Lager. Ohne Mitarbeiterin . Wieder ab nach Hause. Alleine.

Dort angekommen hatte ich gar keine Zeit zu realisieren, was diese Veränderung eigentlich zu bedeuten hat, denn es ging ja gleich mit den Händler-Paketen  – und somit mit einer mega-Pack-Attake los. Alleine. Das bedeutet mein Mann, meine Schwiegermutter, mein Schwiegervater und ich. Ein Besucherkind der Lieblingstochter nannte unser Haus auch liebevoll eine Fabrik.

Call it Erinnerungsfabrik <3

Hört sich schön an, ist es irgendwie auch. Aber so wie es halt ist, wenn Du mit nem Sprint den Berg hoch rennst: Wenn Du oben angekommen bist, kannst Du Dich nur noch runterrollen lassen, weil Du so im Eimer bist.

Naja,… wollen wir über den Sprint mal nicht meckern, das wäre Jaulen auf hohem Niveau.

Was aber feststand ist, dass mir nach all dem bewusst wurde, dass es für mich – um vorwärts zu kommen- erstmal hieß  eine Rolle rückwärts zu machen.

Und da wären wir dann bei den Gefühlsduseleien.

Wenn du beim Sprinten und vorwärts-rollen Leute hast die Dich anfeuern und Dir zur Seite stehen, bei Rückwärtsrollen und ruhigem Handeln aber nicht, ist es schon irgendwie etwas was einen arg zum Nachdenken bringt.

Und dann denkst Du daran zurück, wie schön es sich anfühlte, mit anderen Leuten gemeinsam an Dein Remember-Me zu schrauben und dass das Ganze einfach wundervoll mit einer Tandemfahrt zu vergleichen ist.

Na klar ist es offensichtlich einfacher auf einem Fahrrad zu fahren. Den Weg zu fahren, den man alleine gewählt hat, mit dem Tempo, welches man sich aussucht.

Na klar ist Tandemfahren in dieser Hinsicht anstrengender.

ABER bist du schonmal Tandem gefahren? Es ist ein so unglaublich tolles Erlebnis, sich gemeinsam auf die Reise zu begeben! Wenn der eine nicht mehr kann, gibt der andere etwas mehr Gas, wenn beide wieder Kraft haben, sind sie doppelt so energiegeladen, wie alleine. Und: sie haben Spaß zusammen. Gemeinsam ist besser als einsam. Und das ist das, was echt lange gebraucht hat, bei mir zu wirken.

Und als ich es verstanden habe, konnte ich auch Leute einweihen. Nicht viele. Aber immerhin die Personen, die Dein Remember-Me absolut betreffen.

Und wenn Du Dich traust auszusprechen, dass Du grade nicht genug Motor hast und die anderen Leute auf dem Rad sagen, dass sie Dir das Strampeln nicht abnehmen können, aber ihre Energie mit reingeben, damit wir nicht stehen bleiben und umkippe, ja dann merkst du erstrecht, wie gut eine Tandemfahrt doch sein kann…

Denn in solchen Phasen kann einmal durchgeatmet und sortiert werden.

Um Anschwung zu nehmen, um den nächsten Berg gemeinsam hoch zu fahren, als ihn alleine hoch zu sprinten.

Karma is a Boomerang. Und bevor der Boomerang wieder zurück geflogen kommt, muss er mal eben kurz um die Ecke fliegen.

..

Mit Herz und ein bisschen Kopf.

Die Sarah

 

 

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